Ludwig Pfau (1821-1894) · Briefedition


Datum: 13. 2. 1880
Adressat: Paul Lindau


Paris, den13. Februar 1880
30 Rue de l'Entrepôt

Mein lieber Herr Lindau!

Indem ich Ihnen den Empfang Ihres freundlichen Briefes anzeige, sende ich Ihnen beiliegend die zweite Hälfte des "Zola". Lieb wäre mir's, wenn Sie das Ganze in einem Hefte bringen könnten, weil der erste Theil die Dokumente enthält, auf welchen die Kritik des zweiten beruht, und es nicht gut wäre, beides zu trennen.

Was das Honorar betrifft, so scheint mir dasselbe anständig, obwohl ich - da ich seit meinem Hiersein ''Nord und Süd" nicht mehr zu sehen bekam - keine klare Vorstellung von dem finanziellen Resultate habe. Bei der "Frkf. Ztg." hätte das Manuscript sechs Feuilleton/s/ gefüllt, und diese zahlt mir, prix courant, 100 Mark, hier 125 frcs, per Feuilleton; und je nachdem die Arbeit mehr Vorbereitungen und Studien erfordert, mehr bis zu 200 frcs. Sie haben vielleicht die Güte, mir den (( approximativen )) Betrag des Honorars zugehen zu lassen, dann wird sichs ja zeigen. Ohnehin dürfte, wegen Herstellung des Portraits, das Erscheinen des Artikels noch einige Zeit auf sich warten lassen. Für die "Gegenwart" werde ich Ihnen
bei Gelegenheiten manchmal etwas Aktuelles schicken können. Derartige Korrespondenzen verlangen ja auch nicht die Durcharbeitung eines Revue-Artikels.

Es wird Ihnen wohl möglich sein, mir eine Korrektur zu schicken, ich werde dieselbe umgehend zurücksenden.

Mit besten Grüßen
Ihr L. Pfau


Deutsches Literaturarchiv Marbach
Sign.: A: Lindau
Nr.: 59.753a
Transkription: © 1983 Dr. Reinald Ullmann


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