Ludwig Pfau (1821-1894) · Briefedition


Datum: 7. od. 8. 8. 1873
Adressat: Ludwig Walesrode


Wien, den ((8. oder 7.)) Aug. 1873

Liebe Frau Bertha!

Eine (( ... )), die mich in Folge der großen Hitze befiel, verhinderte mich, zu gelegener Zeit in die (( ... )) zurückzukehren. Da ich inzwischen weder von Ihnen noch von Wa eine Kunde vernommen habe und annehmen muß, daß Sie nicht mehr in der Nähe weilen, schicke ich diese Zeilen an Ihre Wiener Adresse - in Ermangelung einer anderen - in der Hoffnung, daß sie Ihnen zukommen werden. Das Unwohlsein hat mich wieder etwas zurückgebracht in meinen Arbeiten, doch bin ich mit dem Bazar in einigen Tagen fertig u. kann mich dann eher regen.

Die Hitze ist so schwindlig hier, daß ich in meinem Zimmer, obwohl ich die Fenster die ganze Nacht offen lasse, die Temperatur nie unter 23 Grad herab((decken)) kann. Unter solchen Umständen hört alles auf, sogar das Denken. Von Stuttgart habe ich im ganzen gute Nachrichten. Mein (( Scheg oder Schuy oder Schey )) arbeitet fleißig an einem ((Christus))bild auf Bestellung und an einer Mignon zu eigener Befriedigung. Von einer kleinen Randzeichnung zu einem Gedichte Eichendorff's: 'Gottessegen', die sie machte, schicke ich Ihnen beiliegend eine Pause. Sonst bin ich ohne Nachrichten über die Herausgabe von Moritz' Schriften. Hoffentlich befinden Sie u. (( ... )) sich wohl.

Geine besten Grüße, u. geben Sie ein Lebenszeichen

Ihr
L. Pfau


Deutsches Literaturarchiv Marbach
Best.: A: Pfau
Nr.: 27.680
Transkription: © 1983 Dr. Reinald Ullmann


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