Ludwig Pfau (1821-1894) · Briefedition


Datum: 6. 6. 1872
Adressat: Paul Lindau


Paris, den 6. Juni 1872
17 Avenue Trudaine

Geehrter Herr!

Ihre freundliche Einladung wird mir wohl Veranlassung geben, Ihnen gelegentlich das eine oder andere einzusenden, wenn ich gerade einen passenden Gegenstand habe; denn Ihrem Wunsche, Artikel über die bildende Kunst in Frankreich betreffend, werde ich deßhalb nicht entsprechen können, weil ich Paris in der nächsten Zeit verlasse. Ich habe bereits der "Frankfurter Zeitung" einige Feuilletons über die dießjährige Ausstellung versprochen, ein Versprechen, dem ich erst jetzt nachkomme, da ich, seit längerer Zeit unwohl, erst gestern
im Stande war, die Ausstellung zu besuchen. Meine Zeit ist daher fUr den Augenblick knapp gemessen, da ich nach möglichst (( beschleunigter )) Vollendung dieser Arbeit sogleich abreisen will. Doch es wird sich ja wohl im Laufe der Zeit etwas anderes finden. Wenn Sie mir einige Nummern der "Gegenwart" schicken wollen, so werd/e/ ich dieselbe mit Interesse lesen, da ich hier noch keine Gelegenheit hatte, sie zu sehen.

Hochachtungsvoll
L. Pfau


Deutsches Literaturarchiv Marbach
Sign.: A: Lindau
Nr.: 59.753a
Transkription: © 1983 Dr. Reinald Ullmann


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