Ludwig Pfau (1821-1894) · Briefedition


Datum: 10. 4. 1852
Adressat: "Morgenblatt"


Paris, 10. April 1852

Euer Wohlgeboren

werden durch Hermann Kurz erfahren haben, daß ich durchaus Nichts dagegen einzuwenden habe, wenn Sie den Aufsatz über die celtischen Volkslieder nebst beigegebenen Proben mit den Weglassungen im Morgenblatte abdrucken, die Sie für angemessen halten; und ich ersuche Sie nun, denselben baldmöglichst aufzunehmen, im Fall es noch nicht geschehen ist.

Beiliegend über sende ich Ihnen ein Gedicht fürs Morgenblatt, um dessen baldige Aufnahme ich Sie dringend ersuche. Mir ist dieß eine Herzensangelegenheit. Die Überschrift, die Sie vielleicht auf ein Gelegenheitsgedicht schließen läßt, darf Sie nicht abschrecken. Sie werden ein Lebensbild in gemessener Form finden, das in engerem literarischen Kreise die günstigste Aufnahme gefunden hat. Nur möchte ich Sie bitten, dasselbe auf einmal abzudrucken und nicht allenfalls in zwei Blätter zu vertheilen.

Im Fall Ihnen Skizzen aus Paris, sei es über Volksleben oder einzelne Persönlichkeiten, oder über Kunst u. Literatur genehm wäre, bin ich bereit, Ihnen von Zeit zu Zeit etwas einzusenden.

Hochachtungsvoll
L. Pfau
Hotel d'Angleterre, Rue Montmartre

Etwaige Mittheilungen können Sie mir auch durch H. Kurz zukommen lassen.


Deutsches Literaturarchiv Marbach
Sign.: Hauff-Kölle M
Nr.: 36075
Transkription: © 1983 Dr. Reinald Ullmann


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