Ludwig Pfau (1821-1894) · Briefedition


Datum: 26. 12. 1850
Adressat: Eidgenössischer Bundespräsident


Hochzuverehrender Herr Bundespräsident!

Um Sie nicht durch wiederholte Besuche zu belästigen, erlaube ich mir, mich brieflich an Sie zu wenden. Ihren Andeutungen zufolge war ich bei Herrn Regierungspräsident Blösch und ersuchte ihn um eine Aufenthaltsbewilligung für Bern. Er zeigte sich nicht abgeneigt, auf mein Gesuch einzugehen, besonders wenn es möglich wäre, daß der hohe Bundesrath mich statt dem Canton Luzern dem Canton Bern zutheilen würde, was sich, wie er meinte, vielleicht durch einen Tausch bewerkstelligen ließe. Indem ich mir nun erlaube, Ihnen diesen Erfolg meiner Schritte mitzutheilen, ersuche ich Sie, hochzuverehrender Herr Bundespräsident, eine Veränderung in Betreff meines Aufenthaltsortes vorzunehmen und mich dem Canton Bern zuzutheilen, da Herr Regierungspräsident Blösch mir versprach, diese Maßregel, insoweit der Wille der Cantansregierung hier in Betracht kommt, zu unterstützen.

Hochachtungsvoll ergebenst
L .Pfau
Wabern bei Bern 26. Dez. 1850


Bundesarchiv Bern
Hier nach: Steinhilber, Wilhelm: Die Heilbronner Bürgerwehren 1848 und 1849 und ihre Beteiligung an der badischen Mai-Revolution des Jahres 1849. Heilbronn 1959, S. 149
Transkription: © 1983 Dr. Reinald Ullmann


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