Ludwig Pfau (1821-1894) · Briefedition


Datum: 9. 3. 1890
Adressat: B. Schlesinger


Heilbronn 9. März 1890
Gasthof zur Eisenbahn

Lieber Schlesinger!

Da ich Übergewicht (( ... )), schicke ich Ihnen meinen 'Neckar Zeitungsartikel' in betreff des Kaiserdenkmals mit derselben Post per Kreuzband. Das Rieth'sche Modell ist scheusalig, noch schlechter als das erste, und die Annahme des unsrigen außer Zweifel. Ich hoffe bis Ende der Woche mit der Angelegenheit hier fertig zu werden.

Haben Sie doch die Güte, lieber Herr Schlesinger, angesichts dieses dem Buchbinder Hoffmann in der Kirchgasse zu wissen zu thun, daß er von dem  k l e i n e n  Modell des Mayerdenkmalbildes keine weiteren Exemplare mehr aufziehen soll. Dagegen möchte er die bereits fertigen, und namentlich die Bilder des größeren Formats, endlich einmal an die ihm aufgegebene Adresse nach Heilbronn schicken. Ich habe ihm zwar direkt eine Karte geschickt; aber er ist so ein alter ((Drückser)), daß man nicht vorwärts mit ihm kommt. Es wäre freundlich von Ihnen, wenn Sie mich benachrichtigen wollten, wie viele der kleinen Exemplare fertig sind, und dafür zu sorgen, daß deren weiteres Aufziehen sistirt wird, so wie dafür zu sorgen, daß die größeren Exemplare abgehen, entweder die Anzahl der Fertigen, oder, wenn die ganze Zahl (200) nahezu fertig ist, alle zusammen.

In der Hoffnung, in acht Tagen Sie zur schuldigen Dankbarkeit für die Besorgung im ((Kasino)) gehörig ((herzumatten )) - ich habe Revanche an Ihnen zu nehmen - grüße ich Sie und die Freunde bestens

            Ihr L. Pfau


Quelle: Deutsches Literaturarchiv Marbach a. N.
Best.: A: Pfau - Nr. 27.669 -
Transkription: © 1983 Dr. Reinald Ullmann


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